Quo vadis, Mittelstand?
veröffentlicht am: 27.07.2026
VR-Bank-Vorstandschef Dr. Gerhard Walther wirbt für Aufbruch, Eigenverantwortung und unternehmerischen Mut
Mit einem leidenschaftlichen Impulsvortrag unter dem Titel „Quo vadis, Mittelstand?" setzte Dr. Gerhard Walther, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken Mitte eG, beim „Business Metropol Forum" (BMF) von Veranstalter Henning Nürnberg in der Orangerie Ansbach ein deutliches Zeichen für die Zukunft des deutschen Mittelstands. Die Schirmherrschaft des BMF-Sommerempfangs übernahm Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, die vor Ort ein Grußwort sprach. Auch Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner kam nach der Stadtratssitzung persönlich vorbei.
Dr. Walther machte unmissverständlich deutlich, dass familiengeführte Unternehmen weit mehr seien als eine tragende Säule der Wirtschaft. „Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat unserer Wirtschaft – er ist ihr Fundament und die Lebensversicherung unserer Gesellschaft", betonte er vor Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Der ehrenamtliche Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern zeichnete dabei ein realistisches Bild der aktuellen Lage: Schwache Konjunktur, zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel, ungelöste Unternehmensnachfolgen und geopolitische Unsicherheiten stellten den Mittelstand vor tiefgreifende Herausforderungen. Gleichzeitig appellierte er eindringlich, diese Entwicklungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen. „Quo vadis, Mittelstand? heißt für uns nicht Verharren, sondern Angriff", so Walther. Der deutsche Mittelstand habe in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass Krisen der Ausgangspunkt neuer Stärke sein können.
Ein zentrales Thema war die konsequente Nutzung neuer Technologien. Insbesondere Künstliche Intelligenz und digitale Prozesse müssten jetzt entschlossen vorangetrieben werden. „Wir warten nicht, bis uns jemand digitalisiert – wir digitalisieren uns selbst." Zudem warb der gebürtige Rothenburger für eine neue Kultur der Zusammenarbeit: Familienunternehmen sollten ihre Stärken bündeln, strategische Allianzen eingehen und gemeinsam Innovationen vorantreiben. Regional verankerte Banken seien dabei verlässliche Partner für Investitionen und Transformation.
Sein abschließender Appell war klar: „Die Zukunft gehört nicht den Zauderern. Die Zukunft gehört den Mutigen, den Anpackern und den Gestaltern."
Der Vortrag zählte zu den Höhepunkten des Business Metropol Forums – einem der erfolgreichsten Netzwerkformate für Persönlichkeiten, Multiplikatoren und Entscheider in der Metropolregion Nürnberg – und wurde mit langanhaltendem Applaus aufgenommen.
Mittelfrankens Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum nahm ihr Grußwort zum Anlass, „dem Business Metropol Forum meinen besonderen Dank für sein engagiertes Wirken als Plattform für Austausch, Vernetzung und Impulse in unserer Region“ auszusprechen. „Gerade in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen sind Foren, die Menschen zusammenbringen, von enormer Bedeutung.“
Dazu ergänzte die BMF-Schirmherrin: „Als Regierung von Mittelfranken verstehen wir uns als verlässlicher Partner der Wirtschaft – sei es bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen aus dem Ausland, bei der Wirtschaftsförderung und der Energiewende. Mir ist es ein großes Anliegen, die Unternehmen in unserem Regierungsbezirk diesbezüglich zu unterstützen. Bleiben wir in gutem Austausch, um die richtigen Konsequenzen aus den aktuellen Herausforderungen zu ziehen.“
www.business-metropol-forum.de
Bildquelle(n): ARTARCO® Fotostudio