Nürnberg Landesgartenschau 2030

Angebote für Sport und Spiel im Stadtgraben verbessern

veröffentlicht am: 07.05.2026

Der Stadtgraben ist bereits heute ein von allen Generationen viel genutzter Ort für Sport- und Spiel.

Die vorhandenen Angebote sind ein wichtiger Bestandteil des Konzepts der Umgestaltung und Aufwertung des Grabens im Zuge der Landesgartenschau 2030 und werden – je nach Zustand – erhalten, saniert und ergänzt.

 

„Ziel ist es, ein vielfältiges, niederschwellig nutzbares Angebot für unterschiedliche Altersgruppen und Nutzer zu schaffen“, so Andreas Wissen, Geschäftsführer der Landesgartenschau Nürnberg 2030 GmbH. „Bestehende Anlagen wie die Skateanlage, Bolzplätze und die Parcours-Anlage bleiben grundsätzlich erhalten. Sie werden allerdings funktional und gestalterisch weiterentwickelt.“ Und das im Dialog mit den Nutzerinnen und Nutzern.

 

Diese Botschaft kam gut an bei den Jugendlichen, die von der Landesgartenschaugesellschaft am Spittlertorgraben und am Westtorgraben eingeladen waren, um engagiert mit dem Planungsbüro Sinai, Vertretern des städtischen Jugendamtes und dem Team der LGS Nürnberg 2030 GmbH Verbesserungsvorschläge zu diskutierten.

 

Das Konzept der Landesgartenschau sieht am Frauentorgraben drei Bewegungsinseln vor, die ein freies, informelles Training ermöglichen. Der Grabenweg dient dabei als Laufroute. Im Frauentorzwinger wird ein Spielplatz für jüngere Kinder ergänzt.

Im Spittlertorgraben wird das bestehende Sportangebot durch ein Beachvolleyballfeld und einen Streetballcourt erweitert. Zudem wird die vorhandene Skateanlage ausgebaut.

Im Vestnertorgraben ist die Anlage eines größeren Kletterspielplatzes vorgesehen.

Auf dem Rathenauplatz sind Flächen für Calisthenics und Tischtennis geplant.

  

Grundlage dieser ersten Ideen des Planungsbüros ist das Prinzip der Bündelung: Aktive Nutzungen werden in bestimmten Abschnitten konzentriert, während andere Bereiche bewusst ruhiger und landschaftlich geprägt bleiben, durchaus mit robusten Pflanzen.

 

Reges Treiben herrschte bei der Jugendbeteiligung im Skaterpark. Tenor: Grundsätzlich sind die Nutzerinnen und Nutzer zufrieden mit der Anlage. Bei Verbesserungen und Ergänzungen sprudelten die Ideen allerdings: Sitzgelegenheiten mitten in der Anlage und nicht am Rande, einen Unterstand mit Möglichkeiten, Rucksäcke aufzubewahren, den Boden erneuern, eine Freifläche für Anfänger schaffen, die Anlage erweitern in Richtung Süden und einiges mehr war gewünscht. Und dann wurde jeder Bestandteil der Anlage gemeinsam mit den Planern und einem eigens dafür vom Büro Sinai engagierten Fachmann für Skateanlagen kritisch unter die Lupe genommen und Verbesserungen fachmännisch im Detail besprochen.

 

Das Sportfeld für Calisthenics-Gruppe am Westtorgraben hat sich als wichtiger sozialer Treffpunkt etabliert. Viele Nutzerinnen und Nutzer kommen aus der unmittelbaren Umgebung. Trotz der ursprünglichen Planung als Parkour-Anlage wird die Fläche intensiv für Calisthenics genutzt. Grundsätzlich besteht Zufriedenheit mit der Anlage, selbst wenn manche Geräte und Flächen wenig bis gar nicht genutzt werden (ungeeignet für Calisthenics). Bei einer Erweiterung werden unter anderem gewünscht: mehr Bodenfläche (EPDM-Belag), ggf. stärker auf Calisthenics ausgerichtete, differenzierte Geräte, zum Beispiel schmalere Stangen, Sprossenwand, Hangleiter, abschließbarer Geräteschrank, mehr Begrünung, Haken zum Aufhängen von Jacken, Trinkwasserbrunnen, öffentliche Toilette.

 

Für die Spielplätze für jüngere Kinder organisiert die Landesgartenschau Nürnberg 2030 GmbH eine gesonderte Beteiligung.


Bildquelle(n): Foto: Petra Pintscher, Landesgartenschau Nürnberg 2030