Schnaittach
veröffentlicht am: 18.05.2026
Wer nach Schnaittach kommt, spürt schnell: Hier verbinden sich fränkische Bodenständigkeit, viel Natur und eine lange Vergangenheit zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Marktgemeinde im Nürnberger Land blickt auf über tausend Jahre Geschichte zurück und wirkt dabei alles andere als verstaubt.
Zum ersten Mal wurde Schnaittach bereits im Jahr 1011 erwähnt – damals noch unter dem Namen „Sneitaha“. König Heinrich II. übergab die Siedlung dem neu gegründeten Bistum Bamberg. Der Name bedeutet so viel wie „Grenzbach“ und deutet darauf hin, dass der Ort wohl schon früher entstanden ist.
Geschichte, die man erleben kann
Geschichte ist in Schnaittach allgegenwärtig: Über dem Ort thront die Festung Rothenberg, die bis heute das Landschaftsbild prägt. Mit ihren hohen Wällen, Bastionen und unterirdischen Gängen zählt sie zu den letzten großen Barockfestungen Europas. Bei Führungen bekommt man nicht nur spannende Einblicke, sondern auch einen weiten Blick über die Frankenalb – bei gutem Wetter wahrlich beeindruckend.
Auch im Ortskern gibt es einiges zu entdecken. Rund um den Marktplatz fällt vor allem die Pfarrkirche St. Kunigund aus dem 13. Jahrhundert ins Auge. In der ehemaligen Synagoge aus dem Jahr 1570 ist heute das Jüdische Museum Franken untergebracht, das an die jüdische Geschichte der Region erinnert. Direkt daneben gibt das Heimatmuseum Einblicke in das Leben früherer Zeiten.
Natur und Bewegung vor der Haustür
Als staatlich anerkannter Erholungsort bietet Schnaittach viele Möglichkeiten für Freizeit und Sport. Ob Wandern, Radfahren oder Mountainbiken – hier findet jeder passende Strecken. Auch Gleitschirm- und Modellflieger kommen auf ihre Kosten. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Bikepark in Osternohe: Im Winter wird hier Ski gefahren und gerodelt, im Sommer ist das Gelände bei Downhill-Fans beliebt.
Die Anbindung kann sich ebenfalls sehen lassen: Seit 1895 verbindet die Schnaittachtalbahn den Ort mit der Umgebung. Heute gibt es eine stündliche Verbindung nach Nürnberg, der Hauptbahnhof ist in etwa einer halben Stunde erreichbar. Über die nahe A9 ist man außerdem schnell Richtung München oder Berlin unterwegs.
Überschaubar, aber lebendig
In Schnaittach leben rund 8.500 Menschen (Stand 31. Dez. 2024: 8.561) verteilt auf mehrere Ortsteile wie Osternohe, Kirchröttenbach oder Hormersdorf. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Charakter und pflegt mit Liebe seine Traditionen, wie zum Beispiel die beliebten Kirchweihen. Mehr als 70 Vereine sorgen dafür, dass immer etwas los ist. Feste wie der Autofrühling im Mai oder der Herbstmarkt im Oktober gehören fest dazu.
Gerade für Familien ist Schnaittach attraktiv. Es gibt verschiedene Angebote für Kinderbetreuung sowie Hort- und Mittagsbetreuung. Dazu kommen viel Grün direkt vor der Haustür und kurze Wege im Alltag.
Wohnen und Arbeiten vor Ort
Schnaittach entwickelt sich stetig weiter. Beim Wohnen gibt es eine große Auswahl: von liebevoll sanierten Altbauten über typische Sandsteinhäuser bis hin zu modernen Einfamilienhäusern. Neue Baugebiete sind bereits in Planung. Beim Bauamt der Gemeinde erfahren Sie stets den aktuellen Stand.
Auch wirtschaftlich steht die Gemeinde solide da. Ein größeres Gewerbegebiet und viele mittelständische Betriebe bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze direkt vor Ort.
Mehr Infos gibt es unter:
Bildquelle(n): (Titelbild) qm MAGAZIN, Bild 1: Heimatverein Schnaittach, Bild 2: Luis Pitterlein, Bild 3: Luis Pitterlein