Einweihung: Seniorenwohnen für Fürth

veröffentlicht am: 20.08.2015

„Auch für uns war das hier ein Pilotprojekt“, erklärte ESW-Geschäftsführer Hannes B. Erhardt bei der Einweihung der Seniorenwohnungen gestern im Fürther Finkenpark, zu der auch die Fürther Sozialreferentin Elisabeth Reichert, Dekan Jörg Sichelstiel und Pfarrer Rudolf Koch sowie fast alle der 34 Bewohner gekommen waren. Kleine Grundrisse, effektiv, aber bezahlbar – das sei das Konzept des Seniorenwohnprojektes. Die gute Arbeit der Architekten habe es möglich gemacht, dass die zwischen rund 42 und 68 m² großen, überwiegend Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen auch im Rentenalter bezahlbar blieben. Mit etwa 260 Wohnungsanfragen war das 3,2 Millionen Euro teure Projekt ein voller Erfolg – und spiegelt den großen Bedarf im Bereich barrierefreie Mietwohnungen wider. Bereits nach kürzester Zeit waren die 25 Wohnungen und das Penthaus vergeben. Das ESW – Evangelisches Siedlungswerk stehe für nachhaltiges Wirtschaften, habe sich deshalb dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) angeschlossen, so Erhardt weiter. Zur Nachhaltigkeit gehöre auch, für den Bedarf von morgen zu bauen, sich den Herausforderungen des demographischen Wandels zu stellen. Das betonte auch Dekan Jörg Sichelstiel, der das neue Wohngebäude segnete.


Obwohl Fürth im Vergleich zu anderen Kommunen eine recht junge Stadt sei, dürfe das nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Kleeblattstadt in den nächsten 15 Jahren die Folgen dieses gesellschaftlichen Wandels spüren werde, erklärte Sozialreferentin Reichert bei ihrer Rede. Daher sei es eine der drängenden Herausforderungen an die Stadt, seniorengerechte und bezahlbare Wohnungen zu schaffen. „Laut einer Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK fürchten bereits heute über 80 % der unter 50-Jährigen, dass sie im Alter keine geeignete, bezahlbare Wohnung finden“, so Reichert weiter. Die neuen Seniorenwohnungen ermöglichten den Bewohnern ein qualitätsvolles Älterwerden. „Damit hat das ESW einen weiteren Meilenstein für ein würdiges Älterwerden in der Stadt Fürth gelegt.“

Weitere Informationen unter:

www.esw.de