Winter und Weihnachten in Franken

02.12.2015 10:00

Prolog des Christkindes (2011); Foto: Christine Dierenbach, Stadt Nürnberg
Prolog des Christkindes (2011); Foto: Christine Dierenbach, Stadt Nürnberg

»Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart,
Ihr Kleinen, am Beginn der Lebensfahrt,
ein jeder, der sich heute freut und morgen wieder plagt:
Hört alle zu, was Euch das Christkind sagt!«

Wer hat diese Worte noch nicht gehört? Wahrscheinlich kaum jemand, der in Franken zu Hause ist. Mit diesem Prolog eröffnet das Nürnberger Christkind seit eh und je den wohl bekanntesten Weihnachtsmarkt der Welt, den Christkindlesmarkt. Jedes Jahr lockt der blonde Lockenschopf Menschen aus aller Welt nach Nürnberg. Wir alle kennen (und lieben) diesen Weihnachtsmarkt und genau deswegen, werden in dieser Ausgabe von »Vor Ort« zwei kleinere Weihnachtsmärkte der Metropolregion vorgestellt. Falls man nicht so der Weihnachtsmarktgänger ist, haben wir auch noch ein paar Tipps, was man sonst in der Weihnachts- beziehungsweise Winterzeit in der Region machen kann.

Der Dinkelsbühler Weihnachtsmarkt – »Ihr Kinderlein kommet«

Weihnachtsmarkt Dinkelsbühl; Foto: Ingrid Wenzel»Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all'!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall.
Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.«

Auch dieses Lied kennt einfach jeder. Von wem es ist, wissen spontan wahrscheinlich weniger. Dieses bekannte Weihnachtslied wurde von Christoph von Schmid verfasst, der seine Kindheit und Jugend in Dinkelsbühl verbrachte, bevor er das schöne Städtchen verließ, um Theologie zu studieren und genau deswegen lädt Dinkelsbühl auch dieses Jahr unter dem Motto »Ihr Kinderlein kommet« natürlich Groß und Klein zu seinem Weihnachtsmarkt ein.

Falls man noch nie Dinkelsbühl war, das vor allem durch das äußerst gut erhaltene spätmittelalterliche Stadtbild bekannt ist, sollte man nun die Möglichkeit ergreifen und den idyllischen Weihnachtsmarkt besuchen. Neben weihnachtlichen Leckereien wie Glühwein, Weihnachtsbier, Lebkuchen und Bratwurst findet man auf dem Innenhof des Heilig-Geist-Spitals auch Holzspielzeug, Gewürze, Christbaumschmuck und vieles mehr. Sehenswert ist auch der Kunstbasar, auf dem regionale Künstler und Kunsthandwerker ihre Handarbeiten zeigen.

Der Weihnachtsmarkt findet vom 26. November bis zum 21. Dezember, montags bis freitags von 13 bis 20 Uhr, am Wochenende schon zwei Stunden früher, statt. Doch: Ab dem 26. Dezember geht der Dinkelsbühler Weihnachtsmarkt in die zweite Runde und zwar im Innenhof des Alten Rathauses. Dieser kleine Weihnachtstreff, »Weihnachtshof in Dinkelsbühl«, mit Glühwein- und Bratwurststand geht bis zum 02. Januar und ist täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet.

Neben dem Dinkelsbühler Weihnachtsmarkt ist auch die Weihnachtskrippe im Münster St. Georg mit Szenen aus der Dinkelsbühler Altstadt sehr sehenswert. Darüber hinaus kann man sich an den Advents-Sonntagen auch auf die Spuren von Christoph von Schmid machen. Die Stadtführung startet um 16 Uhr am Christoph-von-Schmid-Denkmal am Marktplatz.

Weihnachtsmarkt in Ansbach

Eingang des Weihnachtsmarktes Ansbach; Foto: Anna C. HelingSeit ungefähr 1800 findet jährlich der Weihnachtsmarkt in Ansbach statt – seit 1983 auf dem Martin-Luther-Platz. Aufgrund der außerordentlichen Beliebtheit wurde er vor sechs Jahren erweitert, sodass auch der Montgelasplatz Standort der bezaubernden Bunden ist, an denen man Krippen, Kerzen, Töpferwaren, Wintermützen und alles, was das Weihnachtsherz begehrt, kaufen kann. Falls man sich nach dem Weihnachtsbummel stärken muss, dann wären vielleicht eine deftige Bratwurst oder ein paar Maronen genau das Richtige für einen. Oder vielleicht doch eher ein süßer Crépe? Die Kinder dürfen sich auf die Eisenbahn und ein tolles Karussell freuen. Besondere Highlights sind auch die Eisstockbahn und der Caféwagon, der mit literarischen Erlebnissen lockt.

Besuchen kann man den Weihnachtsmarkt vom 26. November bis zum 24. Dezember. Doch lohnt es sich auf jeden Fall in Ansbach auch eine Stadtführung mitzumachen. Das Stadtbild von Ansbach wird nämlich durch barocke Fassaden und Innenhöfe im Renaissance-Stil geprägt. Die Marktgräfliche Residenz, die Orangerie des Hofgartens sowie die schönen Kirchen verweisen auf die prachtvolle Vergangenheit der Stadt, die einst die Residenzstadt der Hohenzollern war.

In der Weihnachtszeit werden spezielle Weihnachtsführungen angeboten. So die Führung »Ansbach im Lichterglanz«. Hier erkundet man verschiedene Gebäude sowie die festlich beleuchtete Innenstadt. Darüber hinaus kann man auch »Mit dem Nachtwächter unterwegs« sein. Bei dieser Altstadtführung lernt man Wissenswertes über das 19. Jahrhundert. Zudem wird auch noch die Tour »Auf den Spuren des Kasper Hausers« angeboten. Auf dieser erfährt man einiges über die tragische Geschichte des »rätselhaften Findlings«.

Zurück nach Nürnberg:

Eislaufen in der Arena Nürnberger Versicherung

Eisdisco; Foto: Reinhard Mederer, rm WerbefotografieWas auch immer wieder Spaß macht, gerade im Winter, ist Schlittschuhlaufen. Von September bis April kann man auf den Eisflächen der Arena Nürnberger Versicherung seine Runden drehen. Falls man noch nicht Eislaufen kann, dann ist dies auch kein Problem, da Eislaufkurse für alle Altersklassen von fachkundigen Trainern angeboten werden. Sie haben keine eigenen Schlittschuhe? Auch kein Ding. Vor Ort können natürlich welche ausgeliehen werden. Ein besonderer Bestandteil des Programms der Arena Nürnberger Versicherung ist die Eisdisco. Hier können die Besucher bei lässiger Musik so richtig auf dem Eis abtanzen. Falls man noch auf der Suche nach etwas Besonderem für seine eigene Feier ist, dann wäre vielleicht das Eisstockschießen was. Selbstverständlich wird mit erfahrenen Eisstocktrainern zusammen gearbeitet.

Glühweinfahrten mit der historischen Straßenbahn

Glühweinfahrten in Nürnberg; Foto: Andreas NeuerWer hat sie noch nicht gesehen, die weihnachtlich geschmückten Straßenbahn-Oldtimer der VAG? Auch dieses Jahr bekommt man wieder die Möglichkeit, Nürnberg in den Oldtimern aus den Jahren 1940 bis 1960 zu entdecken und dabei, wie soll es auch anders sein, köstliche Elisenlebkuchen zu essen sowie leckeren Glühwein oder Kinderpunsch zu trinken und natürlich den spannenden Geschichten des Schaffners zu lauschen.

Die 45-minütigen Fahrten entlang der mittelalterlichen Stadtmauer finden vom 27. November bis zum 20. Dezember 2015 statt und zwar Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Lieber zu Fuß unterwegs? Die Lebkuchenführung durch die Altstadt

Mit der Lebkuchenführung Nürnberg einmal anders kennenlernen;  Foto: Die Lebküchnerinnen GbRIn Nürnberg gibt es das ganze Jahr über Lebkuchen zu kaufen. Doch gerade zu Weihnachten kann man seine Finger nicht davon lassen. Es schmeckt ja auch echt lecker. Warum ist gerade Nürnberg für seine Lebkuchen bekannt? Und warum sind die Nürnberger Lebkuchen seit Jahrhunderten einfach die Besten? Solche und auch weitere Fragen rund um die Leckerei bekommt man bei der Lebkuchenführung der Nürnberger Lebküchnerin, natürlich im historischen Gewand, beantwortet. Im Rahmen dieser informativen und spannenden Führung bekommt man die schönsten Orte der Nürnberger Altstadt gezeigt, die im Zusammenhang mit Lebkuchen stehen. Falls Sie also neugierig geworden sind, wo und warum in Nürnberg die ersten Lebkuchen gebacken wurden und nach welchem Rezept, dann laufen Sie doch bei einer der 60-minütigen Touren, die an allen Samstagen im Advent angeboten werden, mit.

Oder doch lieber majestätisch mit der Postkutsche unterwegs?

Fahrt mit einer alten Postkutsche in Nürnberg; Foto: Steffen Oliver RieseAuch dies ist während der Weihnachtszeit in Nürnberg möglich. Abfahrt der majestätischen Kutsche ist direkt am Rathausplatz, beim Christkindlesmarkt. Hier können Groß und Klein täglich zwischen 13 und 19 Uhr eine kleine Rundfahrt durch die Straßen des weihnachtlichen Nürnbergs machen. Tickets bekommt man im extra dafür eingerichteten »Weihnachtspostamt« gleich nebenan. Seit 1950 haben die Besucher des Christkindlesmarktes die Möglichkeit mit den riesigen Kutschen, vor denen zwei rheinisch-deutsche Kaltblüter gespannt sind, zu fahren. Während der Fahrt tönt weihnachtliche Musik aus dem Horn des Postillons, der vorne, neben dem Kutscher sitzt. Während diese dem kalten Wetter ausgesetzt sind, können es sich die Gäste hinten im gelben Wagen so richtig gemütlich machen.

Text: Helena Oettinger

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