Neue Zukunft für „Radloff-Grundstück“

01.02.2020 10:34

Die SCHULTHEISS Unternehmensgruppe plant an der Schnieglinger Straße 54 in Nürnberg die Errichtung einer Wohnanlage mit ergänzenden Nutzungen im Gewerbebereich. Für das Bauvorhaben auf dem „Radloff-Grundstück“ wurde dazu im September ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Im Dezember 2019 stellte Vorstand Rüdiger Sickenberg gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Preisgerichts, Prof. Georg Sahner, die drei Gewinnerentwürfe vor.

Das rund 6 250 m2 große Areal am Nordwestring in Nürnberg St. Johannis wurde lange Jahre als reine Gewerbefläche genutzt. Nun soll sich das Grundstück durch die geplante Wohnbebauung unter Federführung der SCHULTHEISS Unternehmensgruppe zum modernen Stadtrefugium mit etwa 110 Wohnungen wandeln. Am dafür ausgelobten Wettbewerb nahmen elf eingeladene Architekturbüros teil; die Randbedingungen für die Ausschreibung wurden im Vorfeld mit dem Stadtplanungsamt Nürnberg abgestimmt. Eine 12-köpfige Jury, bestehend aus mehreren erfahrenen Architekten sowie Vertretern des Stadtplanungsamtes und der Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg, urteilte in nichtöffentlicher Sitzung im Dezember 2019 über die Entwürfe. Als sachverständige Berater waren auch die Vorsitzenden des Bürgervereins St. Johannis involviert.

Wettbewerb ist entschieden, es gibt einen geteilten 2. Platz und einen 3. Platz

Die beteiligten Architekturbüros reichten ein breites Spektrum an anspruchsvollen Lösungsvorschlägen ein, die von der Jury nach festgelegten Gesichtspunkten beurteilt und intensiv diskutiert wurden. Rüdiger Sickenberg, Vorstand der SCHULTHEISS Wohnbau AG und der Vorsitzende des Preisgerichts, der Stuttgarter Architekt Prof. Georg Sahner stellten die drei Gewinnerentwürfe vor: Den zweiten Platz teilen sich H2M Architekten + Stadtplaner, Kulmbach und Gräßel Architekten, Erlangen. Platz drei geht an den Entwurf von WWA Architekten, München.

Anspruchsvolle Planungsaufgabe

Um im verdichteten urbanen Wohnquartier für die Bewohner einen hohen Wohnwert zu erzielen, mussten die Entwürfe sowohl auf das städtebauliche Umfeld reagieren als auch die unterschiedlichen Anforderungen an Raumbildung, Schallschutz und Einfügung in die Umgebung erfüllen, wobei die Hochhausgrenze nicht überschritten werden sollte. Teil der Aufgabenstellung waren zudem qualitätsvoll gestaltete Freiflächen, die allen Bewohnern eine gemeinsam nutzbare Erholungsfläche bieten. Die PKW-Stellplätze sollten in einer Tiefgarage platziert werden. Die Positionierung der Zu- und Ausfahrten waren ebenfalls Teil der Aufgabenstellung.

Der Entwurf von H2M Architekten + Stadtplaner, Kulmbach antworte laut Jurybewertung mit großer Präzision auf mehrere Anforderungen des Ortes, zugleich zeige die gestalterische und architektonische Prägung des Gebäudeentwurfs eine eigene Haltung: "Zum einen wird die Baumreihe entlang des Nordwestring aufgenommen, fortgeführt und auch im nördlichen Bereich fortgesetzt. Zum anderen wird die Blockrandbebauung konsequent fortgeführt und schafft eine klare Differenzierung von Stadtraum und Innenhof.“ Der Entwurf stelle einen eigenständigen und innovativen Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe dar, so die Jury. Auch die effiziente Flächenausnutzung und der angemessene Wohnungsmix seien hervorzuheben. Das Büro erhält für seine Arbeit ein Preisgeld in Höhe von 21.000 Euro.

Die Arbeit von Gräßel Architekten, Erlangen überzeugte die Jury durch eine ansprechende horizontale und vertikale Gliederung des Baukörpers, die Wahl der Fassadenmaterialien und den hohen Durcharbeitungsgrad. In der Begründung heißt es: „Die Arbeit besticht durch ihr klares Bekenntnis zum Blockrand zur Straße hin. Überzeugend ist auch die siebengeschossige Ausgestaltung der Ecke zur Kreuzung. Durch die zurückspringenden Treppenhäuser ist die Fassade ansprechend gegliedert. Die Baukörper im rückwärtigen Bereich sind angenehm vom Fußweg abgerückt, schaffen dadurch wertvollen Grünraum und nehmen Rücksicht auf die Nachbarbebauung.“ Auch dieser Entwurf wird mit einem Preisgeld von 21.000 Euro prämiert.

Mit dem 3. Preis wurde der Entwurf des Büros WWA Architekten, München ausgezeichnet. „Die Arbeit besticht durch ihre einfache Baukörpergliederung am Blockrand in drei Staffelungen Richtung Norden“, heißt es in der Beurteilung der Jury. „Gleichzeitig bleibt der Innenhof durch eine lockere, offene Bebauung spürbar für alle Wohnnachbarschaften. Durch die zurückweichende Gebäudeflucht im Bereich des Nordwestrings entstehen großzügige Eingangssituationen.“ Die Fassaden folgten einer klaren Gestaltungsidee, auch die gestalterische Anmutung der Loggien in Richtung Schnieglinger Straße sei positiv. Das Büro erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.500 Euro.

Ausarbeitung eines Gewinnerentwurfs ab 2020

Mit den Architekturbüros, die gemeinsam den zweiten Platz belegt haben und mit Vertretern der Jury wird in Kürze ein weiteres Gespräch stattfinden, um sich auf den für die Realisierung am besten geeignetsten Entwurf festzulegen. Im Anschluss erfolgt dann die weitere Ausarbeitung des finalen Gewinnerentwurfs. Interessierte müssen sich allerdings noch etwas gedulden: Mitte 2020 wird voraussichtlich der Bauantrag eingereicht. Der Baubeginn ist für 2021 geplant.

www.schultheiss-wohnbau.de

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