Nachhaltiges Wohnen und Arbeiten in Nürnberg, München und Dresden

09.12.2019 11:18

Drei Projekte der KIB Gruppe mit DGNB-Zertifikaten ausgezeichnet

Foto@UdoDreier.de

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e. V. – hat drei Projekte der KIB Gruppe zertifiziert: Die erste Platinzertifizierung im Wohnungsbau in Nürnberg überhaupt geht an „Isabellas“ im Stadtquartier „In den Nordstadtgärten“; „m.unique“ in München erhält das DGNBZertifikat in Gold und das „Moritzhaus“ in Dresden in Silber. Mit den Auszeichnungen bescheinigt die Non-Profit Organisation besonders nachhaltige Qualität in den Bereichen Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Nutzerkomfort. Am 25. September fand bei der KIB Gruppe in Nürnberg ein gemeinsames Pressegespräch mit der DGNB statt.

Bei der Projektentwicklung setzt die Nürnberger KIB Gruppe auf Nachhaltigkeit und Innovation – Qualitäten, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) gefördert und ausgezeichnet werden. „Nachhaltiges Bauen bedeutet in erster Linie qualitätsvolles und damit werterhaltendes Bauen“, erklärt Dr. Sebastian Greim, Geschäftsführer der KIB Gruppe beim Pressegespräch im Showroom am neuen Firmensitz der KIB Gruppe in der Ostendstraße in Nürnberg. „Deshalb setzen wir bei unseren Projekten neben innovativen, soziokulturellen Konzepten auch auf den Einsatz von schadstoff- und emissionsfreien Materialien und Baustoffen“, so Dr. Greim weiter. Ein Ansatz, der bei Bewohnern und Investoren ebenso Anklang findet wie bei der DGNB: 2019 wurden drei KIB Projekte im Wohn- und Bürobereich mit Platin-, Gold- und Silberzertifikaten der DGNB ausgezeichnet. Während das Dresdner Büro, Geschäfts- und Wohnhaus „Moritzhaus“ eine Silber-Zertifizierung und das Münchner Büro- und Geschäftsgebäude „m.unique“ eine Gold-Zertifizierung erhielten, wurde „Isabellas“ im Nürnberger Stadtquartier „In den Nordstadtgärten“ sogar mit Platin zertifiziert. Damit ist „Isabellas“ das erste Wohnquartier in Nürnberg, das von der DGNB in dieser höchsten Kategorie ausgezeichnet wird.

Mit System zu mehr Nachhaltigkeit

2007 gegründet, ist die DGNB mit 1 200 Mitgliedsorganisationen Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Im Fokus des Vereins steht die Förderung der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft und deren Verankerung im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Mit seinem Zertifizierungssystem hat der Verein ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Quartiere und Gebäude geschaffen. Dieses hilft dabei, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten messbar zu machen und in Planung, Bau und Betrieb ganzheitlich umzusetzen. „Unser Nachhaltigkeitsverständnis bezieht sich im gleichen Maße auf die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaftlichkeit“, erklärt Dr. Stephan Anders, Abteilungsleiter DGNB Zertifizierung. Für den Zertifizierungsprozess sind neben der Prozess-, Standort- und technischen Qualität die drei zentralen Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles ausschlaggebend. „Die drei ausgezeichneten KIB Projekte vereinen eine nachhaltige Bauweise durch die Verwendung von schadstoff- und emissionsfreien Materialien, Komfort und Sicherheit mit zukunftsorientierten Arbeitsund Wohnkonzepten“, so Dr. Anders weiter.

Nachhaltiges Wohnen in Nürnberg: „Isabellas in den Nordstadtgärten“

In den Nürnberger Nordstadtgärten gelingt die seltene Verbindung einer zentralen Stadtlage mit einem lebenswerten, grünen Umfeld für Jung und Alt. „Isabellas“ ist eines der sechs Quartiere der Nordstadtgärten und verfügt über 86 Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, attraktiven Ausstattungsdetails und großzügigen Grundrissen, die für höchsten Wohnkomfort sorgen. Ausschlaggebend für die Platin-Zertifizierung von „Isabellas“ waren Kriterien der ökonomischen Qualität, Standortqualität, Prozessqualität sowie der soziokulturellen und funktionalen Qualität. Neben der ausgezeichneten städtebaulichen und gestalterischen Konzeption des Projekts überzeugt das Wohnquartier besonders durch seine Lage: Die gute Verkehrsanbindung, die Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen oder die unmittelbare Nähe zu Ärzten, Nahversorgung und Freizeiteinrichtungen stehen für die ausgezeichnete Standortqualität von „Isabellas“. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit stand beim Bau des Wohnquartiers im Vordergrund: Kurze Transportwege zur Beschaffung der Baumaterialien, die Verwendung emissionsfreier und emissionsarmer Produkte sowie die Regenwassergewinnung über die Zisternen zur Bewässerung der Außenanlagen waren ausschlaggebende Faktoren für die Platin-Zertifizierung. Mit den sechs Quartieren, darunter „Isabellas“ und „Theresias“ – Service-Wohnen für Senioren – sowie der Kindertagesstätte „Turmfalken“ ist auf dem früheren Areal der Traditionsbrauerei Tucher ein lebendiges und generationsübergreifendes Stadtquartier mit vielen Grünflächen, zeitloser Ästhetik und modernen Wohnungen entstanden, das 2018 mit dem Architekturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet wurde.

Nachhaltiges Energie-Konzept im „m.unique“ in München

Bei der Planung des Münchner Büro- und Geschäftshauses „m.unique“ mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 6 000 m2 spielte die Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung, Lüftung und Kühlung von Beginn an eine wichtige Rolle. Während die Wärmeversorgung über die Münchner Fernwärme erfolgt, wurde der Kältebedarf soweit wie möglich reduziert und durch eine hocheffiziente Kältemaschine gedeckt. Die Raumkonditionierung in den Büro- und Besprechungsräumen erfolgt mittels Heiz-Kühlsegel mit geringer Temperaturdifferenz und sorgt damit nicht nur für geringe Energiekosten, sondern auch für eine geringere Umweltbelastung. Darüber hinaus waren die ausgewogene und bewusste Materialwahl und der Einsatz von umweltfreundlichen, dauerhaften sowie wartungsarmen Baustoffen ausschlaggebend für die Gold-Zertifizierung. Neben der ökonomischen Qualität zeichnet sich „m.unique“ zudem durch soziokulturelle und funktionale Aspekte aus. Der hohe Nutzerkomfort des Büro- und Geschäftshauses durch die Beachtung thermischer, visueller und akustischer Faktoren spielt hierbei eine entscheidende Rolle. So sorgen die bodentiefen Fensterflächen für ausreichendes Tageslicht und ermöglichen ein hohes Energieeinsparpotential für die künstliche Beleuchtung und Kühlung. Die gute Wärmedämmung und die effiziente Raumkonditionierung mit akustischer Bedämpfung stellen wichtige Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit und Behaglichkeit der Nutzer sowie weitere Kriterien der Gold-Zertifizierung dar.

Zukunftsorientiertes Wohnen, Arbeiten und Einkaufen im Dresdner „Moritzhaus“

Das „Moritzhaus“ vereint auf einer Bruttogeschossfläche von ca. 5 300 m2 Einkaufen, Arbeiten und Wohnen unter einem Dach und ist Teil der städtebaulichen Neugestaltung des Dresdener Neumarkts. Auf vier Etagen und zwei Staffelgeschossen bietet es urbanen Lebensstil in der Altstadt. Vor allem in den Kategorien „Nachhaltiger Standort“, „Ökologie und umweltfreundliche Materialien“ sowie bei der „Innenraumqualität“ konnte das „Moritzhaus“ überzeugen. Das innovative Büro-, Geschäfts- und Wohnhaus trägt mit seiner Standortlage zur Aufwertung des Altstadtgebietes bei: Durch die Einbettung des „Moritzhauses“ in den Dresdner Neumarkt schließt das Gebäude nicht nur eine weitere Baulücke in der Altstadt. Der an das „Moritzhaus“ angrenzende Neumarkt sorgt durch seine Nutzungsvielfalt zudem für eine hohe Aufenthaltsqualität und Nutzerakzeptanz. Die ausgezeichnete Lage des „Moritzhauses“ ermöglicht eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten und individuell wählbare Verkehrsmittel. Im Innenraum besticht das Gebäude durch emissionsarme Produkte sowie eine intelligente Lüftungskonzeption. Das „Moritzhaus“ zeichnet sich zudem durch eine hohe Energieeffizienz und den Einsatz von umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Materialien aus: Über 80 Prozent der verbauten Hölzer und Holzwerkstoffe wurden aus nachhaltiger Forstwirtschaft bezogen. Die Implementierung von schadstoffarmen Baustoffen sowie die Erhöhung des thermischen, visuellen und akustischen Komforts unterstützen nicht nur das Wohlbefinden der zukünftigen Nutzer, sondern waren weitere ausschlaggebende Faktoren für die Silber-Zertifizierung des „Moritzhauses“.

Neben der nachhaltigen Bauweise erfüllen die drei ausgezeichneten Projekte vor allem den soziokulturellen Aspekt des DGNB-Zertifizierungssystems. „Bei der Projektentwicklung legen wir Wert darauf, langfristig lebenswerte Räume zu schaffen und – bei allen wirtschaftlichen Notwendigkeiten – auch unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt und nachfolgenden Generation gerecht zu werden“, erklärte Dr. Greim. Sei es ein nachhaltiges, generationenübergreifendes Stadtquartier, ein zukunftsorientierter Beitrag zur städtebaulichen Neugestaltung oder ein energieeffizientes Gebäudekonzept, die KIB Projekte haben stets den zukunftsorientierten Mehrwert für Nutzer und Umwelt im Blick.

Bereits 2015 wurde ein Bürogebäude der KIB, der FrankenCampus 148, mit dem DGNBPlatinzertifikat ausgezeichnet.

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