Kein BMW-Vertragshändler mehr – Autohaus Fink stellt sich der veränderten Situation

31.01.2019 10:58

Firmenchef Stefan Fink: „Wir sehen darin ganz neue Chancen“

Bildquelle: Henning Nürnberg

Vermittler-Tätigkeit ermöglicht mehr Spielraum und attraktivere Preisgestaltung – Autorisierter BMW und MINI Service Partner mit professionellen Servicebereich – Erhalt aller Arbeitsplätze garantiert

Steht das traditionelle Autohaus-Konzept vor dem Aus? Digitalisierung, markenunabhängige Neuwagenplattformen und der Direktvertrieb der Hersteller verändern den KFZ-Vertrieb in Zukunft maßgeblich. Das Erlanger Traditionsunternehmen Autohaus Fink (Umsatz 2017: knapp 40 Millionen Euro) stellt sich diesen Veränderungen: Seit dem 01.10.2018 ist das Autohaus kein offizieller BMW-Vertragshändler mehr.

Der Verlust seines Status´ als Vertragshändler bewertet Firmenchef Stefan Fink, der den Betrieb 1992 von seinem Vater Werner Fink übernahm, als große Chance für sein Autohaus und die Kunden: „Wir nehmen die Zukunft praktisch schon heute vorweg. Denn der Vertrieb und die Wertstellung des Autos werden sich in den nächsten Jahren gravierend verändern.“ Im Klartext: „Der knallharte Verkaufsdruck ist weg. Unsere Kundenberater können ab sofort frei und unabhängig von Herstellervorgaben die Kunden in einer größeren Bandbreite beraten. Dabei vermitteln wir ihnen aus einem vielfältigen Händler- und Anbieternetzwerk das gewünschte Fahrzeug – gerne auch das neueste Modell der jeweiligen BMW- oder MINI-Serie – mit individueller Ausstattung und Konfiguration zum bestmöglichen Preis“, bringt es der 53-Jährige auf den Punkt. Das gilt im Übrigen ebenso für den Gebrauchtwagen- und Jahreswagenhandel.

Ein klarer Schwerpunkt im zukünftigen Business des Autohauses Fink wird in erster Linie der Servicebereich sein. „Bei den Themen Wartung, Reparatur und Instandsetzung sind wir Profis. Da haben wir unsere Manpower in den vergangenen Jahren mit hochqualifiziertem Personal sukzessive aufgestockt und werden dies auch weiterhin tun“, betont der mittelständische Unternehmer. Das betrifft auch die Infrastruktur. So wurden gerade erst 250.000 Euro in den Werkstattausbau mit einem neuen Vermessungsstand und in die technische Ausstattung (alles nach den modernsten BMW-Standards) investiert.

Insofern freut sich Geschäftsführer Stefan Fink „über jeden Kunden, der uns hier sein Vertrauen schenkt. Der direkte Kontakt zu unseren Kunden und umgekehrt deren Loyalität stehen für uns ganz eindeutig vor Wachstum.“ Seine Devise: Beraten steht vor Verkaufen. Das schließt genauso den Finanzierungs- und Leasingbereich mit ein. Hier werden laut Stefan Fink „Angebote der BMW Bank sowie diverser anderer Geldinstitute genau geprüft, um schließlich auf die für den potentiellen Autokäufer attraktivste Option zurückgreifen zu können.“

Und auch in Hinblick auf die aktuelle Wettbewerbssituation am Standort Erlangen hat der Diplom-Kaufmann keine Bedenken: Der Vision der Konkurrenz, bis 2020 im Erlanger Stadtteil Tennenlohe das nach eigenen Angaben „modernste und größte Autohaus“ zu errichten, setzt Stefan Fink „den persönlichen Service eines 56 Jahre alten Familienunternehmens, langjährige erfahrene Mitarbeiter, einen gewachsenen Kundenstamm und die Kompetenz eines autorisierten BMW-Servicepartners“ selbst- und erfolgsbewusst entgegen.

Auf seinem im Eigentum befindlichen Gelände an der Günther-Scharowsky-Straße 8 in Erlangen-Bruck, fühlen sich der Autohaus-Inhaber und seine 60 Mitarbeiter (darunter 18 Auszubildende im technischen und kaufmännischen Bereich) nach wie vor sehr wohl. Kündigungen wird es durch die veränderte Konstellation definitiv nicht geben. „Jeder Arbeitsplatz bleibt erhalten – und wir sind sogar auf der Suche nach Zuwachs im Werkstattbereich. Aufgrund der hohen Nachfrage und damit verbundenen Auslastung brauchen wir dringend noch ausgebildete Kfz-Mechatroniker.“

Für die Zukunft sieht sich der Vater von zwei Kindern (13 und 17 Jahre) – gerade auch standortbezogen – ausgezeichnet gerüstet: „An der dynamischen Entwicklung und damit sichtbaren Aufwertung des gegenüberliegenden Geländes, dem Siemens Campus, werden wir partizipieren. Da bin ich mir sicher.“

 

Bildquelle: Henning Nürnberg

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