Instandhaltungsrücklage bilden: Mit diesen Kosten ist zu rechnen

26.04.2021 09:44

Bildquelle: Adobe Stock / peterschreiber.media
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Der Kauf einer Immobilie ist für Verbraucher in Deutschland mit immensen Kosten verbunden. Seit Jahren steigend die Preise für begehrte Häuser und Wohnungen an. Die gute Konjunktur der letzten Jahre war einer der Gründe, warum die Immobilienpreise stiegen. Ankurbelt wurde die Nachfrage, was wiederum die Preise steigen lässt.

Nicht selten ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden groß und bei der Finanzierung wird zu knapp kalkuliert. In Vergessenheit gerät dabei die Rücklage für die Instandhaltung der Immobilie. Experten raten dringend dazu, die Instandhaltungsrücklage zu bilden. Wie hoch sollte die Rücklage sein?

Der finanzielle Puffer

Besitzer einer Eigentumswohnung zahlen in der Regel immer eine Instandhaltungsrücklage. Sie bietet sich darüber hinaus auch für Besitzer eines Hauses an. Die Rücklage dient dazu, die Kosten für unerwartete Reparaturen bezahlen oder erforderliche Arbeiten zum Werterhalt der Immobilie durchführen zu können. Die Instandhaltungsrücklage ist dabei nicht mit den sonstigen Nebenkosten zu vergleichen. Es handelt sich um eine separate Rücklage, die als finanzieller Puffer im Bedarfsfall herhält.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Bildung der Instandhaltungsrücklage gibt es nicht. Experten raten jedoch dazu. Hausbesitzer können selbst entscheiden, ob sie ein Puffer anlegen möchten. Wohnungseigentümer sind fremdbestimmt. Verlangt auch nur ein einziger Eigentümer innerhalb der Eigentümerversammlung die Rücklage, müssen alle anderen Miteigentümer des Wohnkomplexes mitziehen. Vor dem Kauf einer Eigentumswohnung ist zu prüfen, ob eine solche Rücklage gewünscht ist.

Finanzielle Hilfe beim Schaden

Wofür die Rücklage dient, ist vorab zu klären. Auf die Rücklage kann beispielsweise zurückgegriffen werden, wenn eine professionelle Rohreinigung im Haus erforderlich ist. Die Kosten steigen dabei nicht selten schnell in die Höhe. Schäden am Rohrsystem innerhalb eines Hauses mit mehreren Wohnungen sind daher umgehend zu beheben. Ein Unternehmen für Rohrreinigung hilft bei allen Problemen, die durch verstopfte Abflussrohre oder defekte Rohrleitungssystem entstehen. Auch bei Problemen mit dem Abwassersystem eines Hauses sind die Profis dank erfahrener Mitarbeiter, schneller Terminvergabe und fairer Preise der richtige Ansprechpartner.

Es gibt weitere Bereiche, bei denen die Instandhaltungsrücklage als Notgroschen hilfreich ist. dazu zählen unter anderem:

  • Schäden am Dach durch Sturm und Hagel
  • Defekte Stromleitungen
  • Defekte Wasserleitungen
  • Schäden durch Graffiti oder Vandalismus

Für saubere Flure sorgen

Manche Schäden an einer Immobilie sorgen für ein großes Chaos und viel Schmutz. Die Instandhaltungsrücklage kann daher auch für eine kompetente und umfassende Gebäudereinigung durch ein erfahrenes Reinigungsunternehmen aus der Region genutzt werden. Gerade in Mehrparteienhäusern ist der Reinigung der öffentlichen Räume ein Streitthema. Die Kosten für ein Reinigungsunternehmen, das auf Abruf oder regelmäßig für saubere Flure und Treppen sorgt, können durch die Rücklage oder über die Nebenkosten abgedeckt werden.

Höhe der Instandhaltungsrücklage

Innerhalb einer Eigentümergemeinschaft entscheiden alle Parteien gemeinsam, welchen Betrag sie für die Rücklage zur Seite legen möchten. Die Höhe orientiert sich an die anfallenden Arbeiten in den kommenden Monaten sowie dem Alter der Immobilie. Zur besseren Übersicht ist die Einzahlung auf ein separates Bankkonto bei einer Online-Bank mit täglicher Verfügbarkeit ideal.

Ermittelt wird stets ein Preis pro Quadratkilometer. Als Richtwert dient die „Verordnung über wohnwirtschaftliche Berechnungen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz“. Demnach sind bei Immobilien jünger als 20 Jahre maximal 7,10 Euro und bei Immobilien älter als 30 Jahre maximal 11,50 Euro angesetzt.

 

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