Ein Anruf bei...Inke Fürbeth

03.03.2020 09:59

Gründerin Besitzbar

Inke Fürbeth

Hallo Frau Fürbeth, schön Sie zu unserem Interview begrüßen zu können.

Vor Kurzem haben Sie den German Design Award 2020 für Ihre Sitzbank MUGGE in Frankfurt am Main entgegennehmen dürfen. Wie kam es dazu?

Inke Fürbeth: Ja, wir sind unfassbar glücklich und die stimmungsvolle Preisverleihung im Rahmen der Messe Ambiente wirkt immer noch nach.

Den German Design Award haben wir schon lange verfolgt und uns von den prämierten Designs gern inspirieren lassen. Als unsere Bank im letzten Jahr fertig wurde, wollten wir es auch wagen. Das Feedback im nahen Umfeld war so großartig, dass wir unsere Unterlagen eingereicht und ab dem Zeitpunkt intensiv mitgefiebert haben.

Erzählen Sie uns doch etwas zur Entstehungsgeschichte Ihrer Trend-Bank MUGGE – Ihrem ersten selbst entworfenen Stück!

Inke Fürbeth: Sitzmöbel waren für mich als Raumausstatterin und Polsterin immer ein zentrales Element – sowohl handwerklich als auch für das Interior Design. Ein Raum gewinnt erst durch Gelegenheiten zum Sitzen an Leben, an Wert. Für meine eigene Wohnung suchte ich lange nach einer ansprechenden Bank, die sich meinen unterschiedlichen Stilrichtungen anpasst, aber auch flexibel einsetzbar ist. Und die zusätzlich noch nachhaltig hergestellt wird. Doch leider entsprach keine meinen Vorstellungen. Also begann ich mit eigenen Skizzen, woraus der Mut entstand, den Entwurf in die Realität umzusetzen. Von der ersten Stoffauswahl an war es mir wichtig, ökologische Materialien unter zurückhaltendem Einsatz zu verwenden. Bei der Herstellerrecherche habe ich im nächsten Schritt bewusst Anbieter aus Franken ausgewählt. Es ist natürlich teurer regional zu produzieren, doch faire Arbeitsbedingungen und Gehälter sind mir für MUGGE neben den Elementen wichtig.

Sie verbinden mit Ihrer Arbeit Handwerk und Design. Gelernt haben Sie in einer Polsterei, die Liebe zu Vintage-Stücken brachte Sie zur Restauration. War für Sie ein Handwerk zu erlernen schon immer der Wunschberuf? Wie war Ihr beruflicher Werdegang?

Inke Fürbeth: Schon früh habe ich gemerkt, dass die Schreibtischarbeit allein mich nicht glücklich macht. Nach der Schule bin ich deshalb zur Werkbund Werkstatt in Nürnberg, um ein Werkstattjahr zu belegen. Das und meine Leidenschaft für Vintage-Sitzmöbel haben mich in meinem Vorhaben bestätigt, sodass ich an das praktische Jahr meine Ausbildung zur Raumausstatterin anschloss. Direkt nach dieser Ausbildung begann ich auch mit meiner Selbstständigkeit. 2006 entstand dann meine jetzige Werkstatt mit Ladengeschäft „Besitzbar“.

Ihr Laden in Gostenhof vereint Ausstellung, Werkstatt und Polsterei. Was ist das Besondere an Ihrem Konzept?

Inke Fürbeth: Durch die vielfältigen Möglichkeiten von Besitzbar kann ich einen Rundumservice anbieten. Meine Kunden lassen sich für ihre Einrichtung bei mir nicht nur inspirieren und beraten, sondern können auch Einzelstücke als Raumhighlights erstehen oder kommen mit ihren gebrauchten Schätzen vorbei, denen ich wieder ein neues Leben geben kann. Manchmal bewirken Details Wunder – angefangen mit wertigen Holzölen bis hin zu außergewöhnlichen Stoffen. Inzwischen stelle ich hier eine große Auswahl unterschiedlicher Qualitäten zur Verfügung.

Auf welche neuen Eigendesigns dürfen wir uns denn in den kommenden Monaten freuen?

Inke Fürbeth: Gerade hat die Black Edition von MUGGE meine Werkstatt verlassen – ganz in schwarz wirkt die Bank noch einmal zurückgenommener und doch zierlich elegant. Dazu bin ich dabei weitere Stücke zu entwerfen, die MUGGE in Zukunft zu einer kleinen Möbelserie werden lassen.

Ihr Laden liegt im Nürnberger Stadtteil Gostenhof, Ihre prämierte Sitzbank ist nach dem Stadtteil Muggenhof benannt. Verraten Sie unseren Lesern Ihren persönlichen Lieblingsplatz in Nürnberg?

Inke Fürbeth: Mein aktueller Lieblingsplatz ist meine Wohnung in Wöhrd. Da ich gerade viel unterwegs bin noch mehr als sonst. Ich freue mich, wenn ich Zeit habe zu kochen, Freunde einzuladen, gemeinsam zu essen und so entspannt den Tag ausklingen zu lassen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Inke Fürbeth: Wir bedanken uns ebenfalls!

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