Ein Anruf bei... Reinhard Zingler

16.01.2019 10:29

Technischer Vorstand der Joseph-Stiftung, kirchliches Wohnungsunternehmen

Bildquelle: JOSEPH-STIFTUNG

Hallo Herr Zingler, schön dass Sie sich für ein Gespräch mit uns Zeit genommen haben. Die Joseph-Stiftung ist ein kirchliches Wohnungsunternehmen, das bereits 1948 gegründet wurde. Der Zweck der Stiftung ist eine angemessene und sozial vertretbare Verbesserung der Wohnungsversorgung besonders in der Metropolregion Nürnberg sowie den Ballungsräumen Regensburg und Dresden.

Der aktuelle Wohnungsmarkt ist auch in der Metropolregion mehr als angespannt, welche Auswirkungen hat das auf die Arbeit der Stiftung?

Auf Grund unserer Rechtsform als Stiftung und den damit verbundenen Bedingungen in Finanzierungsangelegenheiten bringt die aktuelle Situation besondere Herausforderungen mit sich. Aber dieser angespannte Wohnungsmarkt macht die Arbeit der Joseph-Stiftung umso wichtiger. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen sind wir durch unseren Stiftungsauftrag in allen Bereichen des Wohnungsbaus tätig. Wir bauen Eigentumswohnungen, frei finanzierte Mietwohnungen und eben auch öffentlich geförderten Wohnraum. Bei allen Bauprojekten achten wir auf höchste Qualitätsstandards.

Inwieweit ist der eigentumsbildende Wohnbau ein wichtiges Standbein für die Joseph-Stiftung?

Die Einnahmen aus Verkäufen fließen in neue Investitionen und stellen somit neben Mieteinnahmen und Vergütungen aus Dienstleistungen eine der Grundlagen für weitere Geschäftsbereiche dar. Somit können wir, dem Stiftungszweck entsprechend, Modellprojekte beispielsweise im Mietwohnungsbau finanzieren.

Eines Ihrer aktuellen Bauprojekte liegt in Herzogenaurachs Ortsteil Herzo-Base. Wie ist hier der aktuelle Stand?

Die Planungen sind abgeschlossen und wir konnten bereits mit dem Bau beginnen. Wenn alles planmäßig verläuft, können sich die neuen Bewohner von „MY HOMEBASE Herzogenaurach“ voraussichtlich auf den Einzug im Frühjahr 2020 freuen. Wir haben kürzlich mit dem Verkauf der Eigentumswohnungen begonnen.

Auf was können sich die neuen Bewohner denn genau freuen?

Wir bauen auf der Herzo-Base insgesamt 92 Wohnungen in drei Baukörpern: 30 frei finanzierte und 33 öffentlich geförderte Mieteinheiten sowie 29 Eigentumswohnungen. Diese befinden sich in einem KfW-Effizienzhaus 55 mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Zur Ausstattung gehören Parkettböden, Fußbodenheizung sowie hochwertige Sanitärausstattung. Mit 2 bis 4 Zimmern und einer Größe zwischen 55 m² und 125 m² sind die Eigentumswohnungen für verschiedene Käufergruppen interessant. Zudem verfügen alle Wohnungen über einen Balkon oder einen privaten Gartenanteil. Das Wohngebiet liegt zentral und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, aber trotzdem sehr ruhig. Es wird ein lebendiges Viertel entstehen – spannend, wenn man dies von Anfang an mitgestalten kann.

Die Stadt Herzogenaurach schreibt Interessenten hier bestimmte Zugangsvoraussetzungen zum Erwerb einer Eigentumswohnung vor. Das klingt kompliziert, wie ist der Ablauf in der Praxis?

Bei „MY HOMEBASE Herzogenaurach“ handelt es sich um ein so genanntes „Einheimischen- Modell“. Hier haben zunächst jene Interessenten die Möglichkeit, eine der Eigentumswohnungen zu erwerben, die bereits in Herzogenaurach wohnen, arbeiten oder aus der Stadt stammen und hier gelebt haben. Die Joseph-Stiftung schafft mit „MY HOMEBASE Herzogenaurach“ Wohnraum, um den Bedarf der ortansässigen Bevölkerung zu decken.

Neben Bauen und Wohnen sind Sie noch an zahlreichen Innovations- und Modellprojekten beteiligt, können Sie uns darüber mehr verraten?

Bei unseren Innovations- und Modellprojekten, die ebenfalls Teil des Stiftungsauftrages sind, konzentrieren wir uns auf die drei Megathemen: Demografie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Diese haben wir personalisiert und jedes einem unserer Vorstände zugeordnet. Wir sind einer der Vorreiter, wenn es um den volldigitalisierten Vermietungsprozess für unsere Studentenapartments geht. Aktuell sind wir federführend an einem Forschungsprojekt zum selbstbestimmten Wohnen im Alter beteiligt. Im Baubereich gehören wir nach wie vor zu den Innovationsträgern. Erst vor wenigen Tagen hat unsere Ansbacher Wohnanlage in Holzbauweise – ein vom Freistaat gefördertes Modellvorhaben – den Bayerischen Energiepreis erhalten.

Werden Sie Ihr Tätigkeitsfeld in denkommenden Jahren noch erweitern?

Wir wollen in den kommenden Jahren weiter wachsen und unseren Wohnungsbestand um 10 Prozent aufstocken. Dafür haben wir bereits jetzt genügend Bauprojekte in der Planung bzw. Umsetzung. Auch im eigentumsbildenden Wohnbau haben wir einiges vor: 2019 startet der Bau von sechs Doppelhaushälften in Hallstadt und von 15 Reihenhäusern im Bamberger Stadtteil Gaustadt. Eine Besonderheit ist sicherlich der „Lebensraum Maxfeld“ im Nürnberger Norden. Hier realisieren wir in zwei Bauabschnitten über einen Zeitraum von rund 5 Jahren 150 Eigentumswohnungen - im ersten Bauabschnitt 71 Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 63 und 176 m². Die vorliegende Planung des Architekturbüros Auer Weber aus München ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor und wird hohen architektonischen und städtebaulichen Ansprüchen gerecht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Bildquelle: JOSEPH-STIFTUNG

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