Ein Anruf bei... Manfred Nürminger Geschäftsführer der Nürminger Immo & Konzept GmbH

20.09.2017 09:09

Hallo Herr Nürminger, schön dass Sie für unser Gespräch Zeit gefunden haben. 1983 wurde Ihr Unternehmen als Handwerks-Meisterbetrieb im Bereich Fliesenhandel und Verlegung gegründet. Können Sie kurz den Werdegang vom Fliesenprofi zum Wohnbau-Projektentwickler beschreiben?


Parallel zu unserem Fliesenfachgeschäft kauften wir seit 1987 alte Häuser, die saniert und im Anschluss wieder verkauft wurden. 1991 habe ich mit 3 weiteren Gesellschaftern eine Wohnbaufirma in Plauen aufgebaut. 1994 gründete ich mit K.H. Köhnlein die Hausbaufirma KMH in Röttenbach. Wir haben über 30 Jahre Erfahrung im Alt- und Neubaugeschäft gesammelt.

Neben Fliesen- und Sanitärhandel ist die schlüsselfertige Renovierung von Badezimmern, Wohnungen und Häusern sowie Bauträger-Immobilien Ihr 2. Standbein. Sehen Sie beide Bereiche als zwei separate Sparten und sind die Übergänge fließend?

Die Verbindung und der Mehrwert sind für unseren Handwerksbetrieb ideal. Man kann Interessenten objektiv beraten und Ihnen entweder die Renovierung Ihre Bestandsimmobilie empfehlen oder zu einem Neubau raten. Wir sehen uns als „Direktvermarkter“, direkt vom Handwerksmeisterbetrieb kaufen ohne Bauträgeraufschlag.

Sie haben sich den Wunsch nach einem Handwerkszentrum 2005 in Burgoberbach erfüllt. Was ist das genau?

Alle meine drei Kinder Anna, Marco und Frank signalisierten bereits 2003, dass sie die Firma irgendwann übernehmen möchten. Wir planten daraufhin zusammen ein zukunftsorientiertes Konzept mit einem bis dato einmaligen 5000m² großen Bemusterungszentrum für Interessenten aus dem Alt- und Neubaubereich. Wir müssen unsere Kunden nicht in zig andere Ausstellungen schicken. Der Mehrwert für die Kunden ist daher sehr hoch, da sie nur einen Ansprechpartner und eine Anlaufstelle für die ganze Bemusterung haben.

Als wahre Handwerkprofis können Sie bei neuen Immobilienprojekten auf eine große Mannschaft an Fachleuten zurückgreifen. Die gesamte Abwicklung, von der Planung bis hin zur Ausführen, stammt bei Ihnen aus einer Hand, oder?

Wir haben zwölf eigene Fliesenleger, Trockenbauer sowie Heizungs- und Sanitärinstallateure. Für Gewerke, die wir nicht selbst abdecken, holen wir uns ortsansässige Handwerksmeisterbetriebe dazu. Die Planung für Modernisierungen übernimmt meine Tochter Anna und Neubauprojekte lassen wir von uns bekannten Architekten und Planungsbüros erstellen.

Wie ist der aktuelle Stand im Bereich „Neubauprojekte“?

Aktuell bauen wir ein Mehrfamilienhaus in Rückersdorf. In der Planung befinden sich Objekte in Großgründlach, Wetzendorf, Muhr am See und in Gunzenhausen. Noch dieses Jahr beginnen wir in Feuchtwangen mit dem Bau eines 10-Familienhauses. In Nürnberg Reichelsdorf projektieren wir zurzeit das Areal der Alten Radrennbahn für eine Bebauung mit ca. 170 Wohneinheiten. Aus dem Erlös soll in Nürnberg-Altenfurt ein neues Velodrom entstehen, dass zurzeit parallel geplant wird.

Können Sie uns vielleicht noch einen kleinen Vorgeschmack geben, auf was wir uns im kommenden Jahr freuen dürfen?

Vielleicht kommt heuer nochmal Freude auf, zumindest für uns. Mein Sohn Frank spielt ab 30.08. 20:15 Uhr im SAT 1 Renovierungsduell „House Rules“ mit. Die einzelnen Drehorte lagen bis zu 500km entfernt. Wir als Firma durften hier mit unseren eigenen Handwerkern in vier Häusern die Bäder komplett renovieren.

Mein Sohn Marco baut zurzeit ein Franchisesystem auf. Wir möchten Handwerkern in Deutschland die Chance bieten aus unserem Umbaukonzept Nutzen zu ziehen. Wir möchten vermitteln, wie man auf ehrliche Art mit Umbauinteressenten Erstberatungen führt, ein nachvollziehbares Festpreis-Angebot erstellt, die Bemusterung durchführt und die Ausführung der Maßnahme professionell abwickelt.

„Schuster bleib bei deinen Leisten“ – denken Sie dass die Basis Ihres Unternehmens auch weiterhin der Fliesenfachhandel bleibt oder wird die Projektentwicklung irgendwann Hauptgeschäft werden? Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in 10 Jahren?

Unser Kerngeschäft wird weiterhin auch im Fliesenbereich bleiben, auch wenn sich zurzeit jeder, der einen Eimer tragen kann Fliesenleger schimpft. Die Handwerkskammern und die Politik sehen jetzt ein, wegen enormen Schäden, dass es ein riesiger Fehler war, den Meistertitel zur Ausübung des Gewerbes abzuschaffen.

Für uns steht fest, dass wir die Bereiche Sanierung, Neubau und Projektierung von Bauland auch weiterentwickeln wollen. Jedoch möchten wir bei alle dem innovativ und kreativ bleiben. Um das zu bewerkstelligen und getreu nach unserm Motto „weniger ist mehr“, bleiben wir bei „Klein und Fein“. Unser Ziel ist es nicht, einer der größten zu werden. Uns reicht es vollkommen aus, zu den Besten zu gehören.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!

 

Bild: Manfred Nürminger / Geschäftsführer der Nürminger Immo & Konzept GmbH

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