Ein Anruf bei Hannes B. Erhardt

11.06.2010 09:23

Geschäftsführer des ESW Evangelisches Siedlungswerk in Bayern

Herr Erhardt, das ESW Evangelisches Siedlungswerk in Bayern wurde bereits im Jahr 1949 gegründet. Welche Ziele standen damals im Vordergrund?

Unmittelbar nach dem Krieg ging es der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und den anderen Gründern des ESW im Wesentlichen darum, in einem zerstörten Land Wohnraum wieder aufzubauen und neu zu schaffen. Den Menschen sollte wieder ein ?Dach über dem Kopf? und auf Dauer Hoffnung und Halt in einem lebenswerten Zuhause geboten werden.

Welche Entwicklung hat das Unternehmen seither durchlaufen?

Damals war gar nicht absehbar, welche Entwicklung das Unternehmen einmal nehmen würde, dass es unsere Heimat prägen und sich zu einem bedeutenden Wohnungsunternehmen in Bayern entwickeln würde. Heute, nach einem halben Jahrhundert, können wir auf unzählige Bauvorhaben zurückblicken und es ist immer noch unser vorrangiges Ziel, allen Bevölkerungsgruppen ein Heim, eine Bleibe, zu bieten. Dazu gehören natürlich das Umfeld und besondere Projekte wie Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen oder Seniorenwohnungen.

In einem Satz, wofür steht das ESW im Jahr 2010?

Sozial verantwortlich und umweltbewusst bewirtschaften wir unsere Immobilien und bieten alle immobilienwirtschaftlichen Kompetenzen in einer Unternehmensgruppe: Planen, Bauen, Vermieten, Verwalten, Beraten und Service.

Wie meistern Sie die täglichen Herausforderungen?

Die Geschäftsführung für ein solches Unternehmen ist in der Tat eine Herausforderung und große Verantwortung, erfüllt mich aber mit viel Freude. Ich brauche möglichst umfassende Informationen, bemühe mich um Offenheit, Unvoreingenommenheit, gegenseitiges Vertrauen und intensive Kommunikation auf allen Ebenen. Ich muss immer nah dran sein an den Projekten und dem operativen Geschehen. Wissen und Initiative der Mitarbeiter sind ganz wichtig, sie interessieren mich auch persönlich. Ich betrachte uns als Unternehmen, das sich ständig weiter entwickeln will, das gilt auch für mich: Ich suche etwa den Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen und habe einen aufgeschlossenen Aufsichtsrat für diese Herausforderungen, Devise: Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam. Das ist dann auch der Rahmen für Momente der Regeneration, die ich nicht vergessen darf.

Wie setzt sich Ihr Kundenkreis zusammen?

Wie sagt man so schön: breite Schichten der Bevölkerung sind unsere Zielgruppe, auch wenn die Spreizung in jung und alt, arm und reich immer größer wird ? das ist die Herausforderung.

Und was dürfen wir vom ESW in den nächsten Jahren erwarten?

Der Schwerpunkt wird in den nächsten Jahren auf der energetischen Sanierung des Immobilienbestandes liegen. Außerdem investieren wir verstärkt in den Neubau von Mietwohnungen, vor allem in der Metropolregion Nürnberg. Aktuelles Beispiel sind unsere Sonnengärten Tillypark, wo ab August 50 Familienmietwohnungen bezogen werden können. Aber auch unser Engagement in Immobilien mit sozialer Infrastruktur werden wir deutlich verstärken, so wird es eine größere Investition des ESW in ein Krippen-, Hort- und Kindergartenprojekt in Nürnberg geben.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Bauträgermarktes?

Das ESW hat sich auch hier ganz klar positioniert: Wir stehen für eine ansprechende Architektur und für Neubauten mit sehr hohen Qualitätsmaßstäben, unter anderem im Bereich Ökologie.

Wer beim ESW kauft, sollte einfach wissen, was er daran hat - das ist vielleicht das Besondere an uns. Eine Kaufentscheidung ist immer eine Vertrauensentscheidung. Dieser ?weiche? Faktor wird meiner Meinung nach für die Kunden zunehmend ein wichtigeres Entscheidungskriterium und damit können wir punkten.

Welche Prinzipien und Ideale verfolgen Sie?

Mit unserem Unternehmen möchte ich wirtschaftliche Grundlagen für soziales Handeln schaffen ? Wirtschaft und Kapital sind für die Menschen da, nicht umgekehrt. Auch wäre eine Welt mit perfekt funktionierender Kommunikation ? dazu gehört auch gegenseitiges Vertrauen - für mich erstrebenswert und würde vieles erleichtern und ermöglichen.

Wir als Immobilienmagazin sind natürlich immer auf der Suche nach der schönsten Immobilie in der Region- wo steht sie Ihrer Meinung nach?

Die schönste Immobilie ist für mich die Nürnberger Kaiserburg, einmalig wie sie über unserer Stadt thront und über sie wacht!

Wie müsste Ihre ganz persönliche Traumimmobilie aussehen?

Sie müsste hoch über den Dächern meiner Heimatstadt Nürnberg liegen, mit Blick auf die Burg, die Altstadt und die herrliche Silhouette dieser wundervollen Stadt, auch ein schöner Dachgarten sollte nicht fehlen.

Wie entspannen Sie sich von Ihrem stressigen Berufsalltag, wie schalten Sie am besten ab?

(lacht) Stress hat man nicht, Stress macht man sich doch nur? Aber im Ernst, ich treibe regelmäßig Sport, gehe ins Theater, höre Musik und reise sehr gern. Bei meinem Traum(a)hobby, dem Club, würde ich gerne öfter abschalten, er spannt mich nur leider zu oft auf die Folter. Zum letztlich erfolgreichen Abschluss dieser Saison möchte ich Oscar Wilde zitieren: ?Am Ende wird alles gut - wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende.?

 

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