Beim Umzug

26.05.2010 13:28

Gespräch mit dem Umzugsexperten Thomas Kneißl, Geschäftsführer bei Umzüge Strohmann

Herr Kneißl, diesmal wollen wir über den Umzugstag selbst sprechen. Was ist hier wichtig?

Das Wichtigste an diesem Tag ist das persönliche Zeitmanagement. Jede Minute ist kostbar und kann schnell zu einer langen Nacht führen.

Dann müssen wir unterscheiden zwischen dem Umzug in Eigenregie und dem Umzug mit einem Umzugsunternehmen.

Der selbstdurchgeführte Umzug braucht ein sehr großes Zeitfenster, da vieles einfach länger dauert als geplant. Alles muss im voraus organisiert sein und am Umzugstag komplett bereit stehen:

Umzugshelfer Miet-Lkw Möbeldecken Bindegurte etc.

Unabhängig davon, wie gut der Plan ist, erweisen sich die realen Bedingungen erst am Umzugstag um 8 h morgens: das Wetter, wer wirklich zum Helfen da ist und ob die Parkplätze frei sind etc. Jetzt ist es wichtig, dass eine Person die Verantwortung übernimmt und die Aufgaben an die richtigen Personen delegiert.

Der Umziehende sollte darauf achten, wichtige Sachen stets griffbereit zu haben. Am Besten zieht er morgens zuerst sämtliche Schlüssel ab und verstaut sie in einem Gefrierbeutel o.ä.

Dann

Medikamente Babynahrung und Windeln Schmuck und Schlüssel

ins eigene Auto packen, damit diese Sachen immer griffbereit sind.

In unserer Checkliste (www.umzug.de) finden Sie viele ?Kleinigkeiten?, die plötzlich einen hohen Stellenwert bekommen, wenn sie beim Umzug unauffindbar sind, beispielsweise Toilettenpapier, Handtücher, Putzmittel etc. Es muss geklärt sein, bis wann und in welchem Zustand die alte Wohnung übergeben werden muss. Auch Putzarbeiten sollten im Idealfall schon rechtzeitig vorher an eine zuverlässige Person delegiert worden sein.

Was muss noch alles bereitgestellt werden/vorher organisiert worden sein?

Ab dem Umzugstag braucht man zumindest provisorische Namensschilder an Klingel und Briefkasten. Dann muss ein Helfer in der Lage sein, die handwerklichen Montagen auszuführen und dafür muss natürlich das passende Werkzeug vorhanden sein. Ein ganz wichtiger Punkt: wer körperlich arbeitet, muss ausreichend essen und trinken. Also für Nahrung und alkoholfreie Getränke sorgen. Bier oder Sekt machen müde, also bitte erst abends nach getaner Arbeit feiern!

Was muss man sonst noch beachten?

Die Reihenfolge, in der man das Umzugsgut einlädt, ist wichtig. Idealerweise werden die zu montierenden Möbel zuletzt ein- und in der neuen Wohnung zuerst ausgeladen, damit ausreichend Zeit vorhanden ist, um sie aufzubauen. Und Pausen machen! Die meisten Leute überschätzen ihre Kräfte. Wer nach der 4. Stunde eine Pause macht, wird in der 9. Stunde noch wesentlich besser arbeiten können.

Und was sind die Unterschiede, wenn man mit einer Spedition umzieht?

Beim Umzug mit einem Profi ist der gesamte Umzugsablauf bereits vorher geklärt. Ein eingespieltes Team erledigt die Umzugsarbeiten in der Regel viel organisierter und zügiger. Der Umziehende braucht sich weder um den geeigneten Boden- /Möbelschutz zu kümmern, noch selbst mit anzupacken. Dennoch sollten Sie auch hier alle Schlüssel selbst verwahren und Wichtiges im eigenen Auto transportieren. Wichtig: wer packt, haftet. Lassen Sie daher kostbares Geschirr besser vom Spediteur einpacken, oder falls Sie selbst packen wollen, transportieren es im eigenen Auto.

Rechtliche Hinweise für den Umzug mit dem Möbelspediteur:

Die Haftung ist im HGB § 451 f gesetzlich geregelt. Die Haftung des Möbelspediteurs ist beschränkt bis höchstens EUR 620,00 je cbm Umzugsgut. Äußerlich erkennbare Schäden müssen spätestens am Tag nach der Ablieferung angezeigt werden (am besten schriftlich) Äußerlich nicht erkennbare Schäden müssen innerhalb von 14 Tagen angezeigt werden Es ist eine detaillierte Anzeige erforderlich; pauschale Schadenanzeigen genügen auf keinen Fall

Was ist im Umgang mit den Möbelpackern wichtig?

Wenn Sie unzufrieden sind (wenn z.B. viele Rauchpausen gemacht werden), sagen Sie es bitte dem Kolonnenführer sofort und nicht erst abends. Am besten fragen Sie die Möbler selbst, was sie gerne essen und trinken würden, dadurch vermeiden Sie Fehlkäufe. Je nach Zufriedenheit ist ein Trinkgeld bis ca. 25 Euro pro Mann/Tag üblich.

Weitere Informationen unter:      A-Z Umzüge Strohmann GmbH                                                          www.strohmann.com    info@strohmann.com

 

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