Ab ins Eigenheim: Das müssen Sie bei der Kündigung Ihres Mietvertrags beachten

13.11.2015 13:25

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Für viele ist der Erwerb eines Eigenheims gleichzusetzen mit der Erfüllung eines langgehegten Traums: Ob für Wohnung oder Haus, sobald man den Schlüssel zur eigenen Immobilie in den Händen hält, möchte man so schnell wie möglich Kisten packen und umziehen. Doch der alte Mietvertrag ist noch der letzte Klotz am Bein und die Kündigung kann einige Tücken bereithalten – vor allem was Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten betrifft. Wir haben die wichtigsten Infos rund ums Thema für Sie zusammengefasst damit dem Umzug nichts mehr im Wege steht. Möchte man endgültig ausziehen, sollte man als Mieter zunächst die Bedingungen des Mietvertrags prüfen. Je nach Vermieter – das können Wohnungsunternehmen und -gesellschaften, regionale Vereine und Genossenschaften oder Privateigentümer sein – gibt es unterschiedliche Konditionen. Die wichtigsten und ausschlaggebenden Faktoren für die Kündigung sind aber natürlich Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist.

Das BGB kommt vor dem Mietvertrag

Die Modalitäten bezüglich einer Kündigung stehen zwar im Mietvertrag, doch darüber steht immer das geltende Gesetz in Deutschland, sprich das BGB. Das besagt, dass man bei einem unbefristeten Mietverhältnis problemlos die Mietwohnung kündigen kann, sofern man die dreimonatige Frist einhält. Der Gesetzgeber legt außerdem fest, dass die Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter vorliegen muss. Auch Samstage gelten in diesem Fall als Werktage. Erhält der Vermieter das Schreiben nach dem dritten Werktag, beginnt die Kündigungsfrist erst im kommenden Monat. Ausnahmen sind möglich, wenn im Mietvertrag ein kürzerer Zeitraum festgehalten wurde, was zum Beispiel bei der Vermietung möblierter Objekte oft der Fall ist.

Kündigung von Zeitmietverträgen

Ausnahmen von dieser Regel bilden die sogenannten Zeitmietverträge. Ist die Mietdauer von Beginn an befristet und dies auch schriftlich im Vertrag festgehalten, ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich. Hat man beispielsweise einen Zeitvertrag für ein Jahr unterschrieben, besteht prinzipiell keine Möglichkeit, diesen nach schon sechs Monaten zu kündigen und damit nach neun Monaten aus dem Vertrag zu kommen. Doch auch hier gibt es feste Regeln vom Gesetzgeber. Ein Mietverhältnis ist nämlich nur dann zeitlich begrenzt, wenn im Mietvertrag auch der Befristungsgrund festgehalten ist und dieser auch den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Kündigungsausschluss

Ein weiterer Sonderfall ist der sogenannte Kündigungsausschuss. Der Vermieter kann im Mietvertrag einen Kündigungsausschluss für einen bestimmten Zeitraum festlegen. Als Mieter kann man sich jedoch für maximal vier Jahre verpflichten, keine ordentliche Kündigung einzureichen. Klauseln dieser Art sind nur dann rechtens, wenn sie für beide Seiten gelten. Verpflichtet sich der Mieter bei einem unbefristeten Vertrag, für mindestens zwei Jahre auf eine ordentliche Kündigung zu verzichten, gilt dieser Zeitraum ebenso für den Vermieter. Erst nach Ende der schriftlich festgelegten Zeit kann eine Kündigung von einer der beiden Seiten eingereicht werden. Um die Rechtsgültigkeit solcher und ähnlicher Klauseln zu prüfen, ist es durchaus ratsam, einen Rechtsbeistand zuzuziehen. Wer seine Mietwohnung rechtsgültig kündigen möchte, findet auf Ratgeber-Seiten wie volders.de weitere Informationen zu Kündigungsfristen, Sonderkündigungsrechten und der korrekten Formulierung von Kündigungsschreiben. Bildrechte: Flickr unterschreiben Maik Meid CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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