Balance in der Altenpflege

2. März 2010

ein Pakt für die Gesundheit, Norbert Kettlitz, Dr. Markus Horneber und Jörg Bachmann… soll arbeitsbedingte Belastungen reduzieren – Individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit von Mitarbeitenden. Das Kooperationsprojekt startet.

Das Projekt Balance in der Altenpflege (BIDA) ist ein Projekt im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen. Das Modellprogramm wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fachlich begleitet.

Ziel von BIDA ist es, die Wirksamkeit eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements durch dessen Einführung in drei Einrichtungen der Altenpflege nachzuweisen.

Als Piloteinrichtung wurde das Seniorenzentrum Neuendettelsau ausgewählt, welches aus zwei Altenwohnheimen und einer Einrichtung des betreuten Wohnens besteht. In diesen Einrichtungen arbeiten insgesamt 151 Mitarbeiter, welche am Projekt teilnehmen können.

Das Projekt wird von Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement der AOK unterstützt sowie fachlich und wissenschaftlich von einer Beraterin der Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege (bgw) begleitet.

Es wird eine Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeitenden erwartet, da die Maßnahmen sich am individuellen Bedarf und an den Vorlieben der Mitarbeitenden orientieren und berufsbegleitend erfolgen. Durch präventive Maßnahmen sollen die arbeitsbedingten Belastungen erkannt und reduziert werden. Dem in der Zukunft drohenden Fachkräftemangel in der Altenpflege begegnet die Diakonie Neuendettelsau also hier ganz praktisch: „Natürlich“, so Einrichtungsleiter Friedrich Rohm „können wir die Mitarbeitenden nicht vermehren, aber wir können darauf achten, dass alle bei uns gesund bleiben.“

Der Leitende Verwaltungsdirektor der Diakonie Neuendettelsau, Dr. Markus Horneber, Norbert Kettlitz, Direktor der AOK Mittelfranken in Nürnberg und Jörg Bachmann als Vertreter der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege haben nun einen entsprechenden BIDA-Kooperationsvertrag unterschreiben. Das Projekt soll ab sofort für die Dauer von 3 Jahren im Neuendettelsauer Seniorenzentrum laufen.

Die Verantwortlichen erhoffen sich von dem Projekt, dass es nicht nur ein „Strohfeuer“ sein möge, sondern dass es zu einer persönlichen Sensibilisierung und Motivation der Beteiligten durch das alltagsbegleitende Gesundheitsprogramm kommt. Schließlich soll ein persönliches Gesundheitsbudget über das die Mitarbeitenden verfügen, langfristig als innovatives Anreizsystem bei der Gesundheitsvorsorge für Mitarbeitende und Führungskräfte dienen.

Zum Projektauftakt ist eine Gesundheitswoche im Seniorenzentrum geplant. Mitarbeitende können hier an vielerlei Kursen – von der Rückenschule bis Qi Gong und von der Ernährungsberatung bis Aqua Fit – verschiedenste Angebote ausprobieren. Dann heißt es „dran bleiben“. Einrichtungsleiter Friedrich Rohm ist begeistert von der ersten Resonanz seiner Mitarbeitenden. Innerhalb kürzester Zeit waren die ausgehängten Teilnehmerlisten für die Kurse gefüllt, großes Interesse besteht allerseits an den Angeboten. – Davon profitieren Arbeitgeber, Gesundheitskasse und Arbeitnehmer gleichermaßen. „Eine Win-Win-WIn“ –Situation freuen sich daher die Vertragsunterzeichner.

 

ein Pakt für die Gesundheit, Norbert Kettlitz, Dr. Markus Horneber und Jörg Bachmann

ein Pakt für die Gesundheit (v.l.n.r.): Norbert Kettlitz, Dr. Markus Horneber, Jörg Bachmann.

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